Es sind schwierige Zeiten. Es ist vorgekommen, dass Reichsbürger und Querdenker sich an Friedensdemonstrationen beteiligt haben. BSW und Organisationen der alten Friedensbewegung verbreiten von der Rednertribüne ungeniert russische Propaganda. Im Extremfall versucht vielleicht sogar ein schwarzer Block, eine Friedensdemo in eine Schlacht mit der Polizei zu verwandeln, wie es 1982 beim Widerstand gegen die Militärelektronikausstellung geschehen ist. Nicht zuletzt wird auch immer wieder das Demonstrationsrecht durch Schikanen der Polizei behindert. Deshalb an alle die Empfehlung, Bezugsgruppen zu bilden und gemeinsam zu Demonstrationen zu gehen. Das ist die beste Möglichkeit, um in kritischen Situationen die Nerven zu behalten und den eigenen Standpunkt deutlich zu machen. Organisiert euch. Don’t think twice it’s alright.

Aktuelle Themen
- Hundert Jahre Quantenphysik -

Brauchen wir den Dialektischen Materialismus?

Spoiler: Nein. Doch beginnen wir am Anfang. Seit vielen Jahrtausenden sammelt die Menschheit Wissen, aber Wissenschaft im heutigen Sinne wurde daraus erst vor ungefähr 400 Jahren. Johannes Kepler hatte versucht, die Abstände der Planetenbahnen mit den fünf regelmäßigen Körpern der Geometrie in Einklang zu bringen. Als dabei stets Abweichungen blieben, schaffte er es, die fixe Idee von den regelmäßigen Körpern aufzugeben.

Kepler erkannte, dass die Natur immer recht hat und alle Theorien sich dem beugen müssen. Er entdeckte dann die tatsächlichen Gesetzmäßigkeiten der Planetenbahnen. Statt auf idealen Kreisbahnen, was als göttliches Prinzip angesehen wurde, bewegen sich die Planeten auf Ellipsen, benannt nach dem griechischen Wort für Mangel.

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- Ernstfall für die Kriegsdienstverweigerung -

Stell dir vor, wir werden angegriffen und keiner geht hin?

Die Vorstellung, Kriege durch eine Verweigerungshandlung verhindern zu können, gab es bereits in der Antike. In dem Theaterstück "Lysistrata" von Aristophanes gelang es Frauen durch den Entzug von Sex, ihre Männer zu einer Beendigung der ständigen Kriege zwischen Athen und Sparta zu zwingen.

Im Mittelalter sicherten Herrscher ihre Macht durch Söldnerarmeen, die auf Dauer aber zu undiszipliniert und zu teuer waren. Ab dem 17. Jahrhundert wurden deshalb stehende Heere aufgebaut und dafür junge Männer aus der Bevölkerung zwangsrekrutiert. Die Betroffenen versuchten dann fantasiereich unterzutauchen, bis der Anwerbetrupp des Königs weitergezogen war. Die Redensart "über die Wupper gehen" soll darin ihren Ursprung haben.

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*** Achtung, die DSEI in Hannover wurde auf den 9.-12. März 2027 verschoben ***

- Keine gute IDEE -

Neuauflage einer Militärmesse in Hannover

Geplant ist eine Ausstellung moderner militärischer Ausrüstung mit dem Namen Defence Security Equipment International Germany (DSEI), die alle zwei Jahre auf dem Messegelände in Hannover stattfinden soll. Der Start ist für den 19. - 27. Januar 2027 geplant. Genug Zeit, um unseren Widerstand vorzubereiten. Da lohnt sich ein Blick auf die Vorgeschichte, damit frühere Fehler nicht wiederholt werden.

Den Versuch, eine Militärmesse in Hannover zu etablieren, hatte es bereits 1982 gegeben. Die International Defence Electronics Exposition (IDEE) war zuvor durch Proteste aus Wiesbaden vertrieben worden und sollte daraufhin in Hannover eine neue Bleibe finden.

Wir hatten in der Friedensbewegung frühzeitig davon erfahren und trafen uns mit Friedensbüro, DFG-VK, Graswurzelgruppe und anderen Organisationen aus dem Kreis der Friedensbewegung regelmäßig, um die möglichen Aktionen zu besprechen und vorzubereiten.

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3. Februar 1947 - 23. Januar 2024 - RIP

- Melanie Anne Safka Schekeryk -

Summer of Love

Melanie hatte ihre Karriere als Folksängerin Mitte der 1960er in Clubs in Greenwich Village in New York begonnen. Etwas mehr Bekanntheit erreichte sie zunächst in Europa, noch außerhalb der Hitparaden, durch Songs wie "Beautiful People" und Auftritte in der damaligen Kultjugendsendung Beatclub.

Der große Durchbruch für Melanie kam dann durch Woodstock mit ihren Songs "Lay Down", "Candles in the Rain", "Peace Will Come" und danach "What Have They Done To My Song Ma", der "Nickel Song" und ihre Version von "Ruby Tuesday" von den Rolling Stones.

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- The Fugs -

Song for Emma Goldman
Die Fugs sind 1964 als Anarcho-Folkband von Ed Sanders und Tuli Kupferberg gegründet worden. Sie haben aktiv an den Bewegungen von Beatniks, Hippies und Yippies teilgenommen. Nachdem das alles zusammengebrochen war, veröffentlichten sie nur noch gelegentlich neue Alben, aber immer noch mit treffenden Kommentaren zum politischen Zeitgeschehen. Hinzu kamen Songs zur Selbstreflektion, was wir einmal gewollt hatten und was daraus geworden ist.

Einige ihrer Songtitel lauten: "Kill For Peace", "Yodeling Yippie", "Tune In, Turn On, Drop Out", "Hare Krishna", "Slum Goddess", "Dreams of Sexual Perfection", "No More Slavery", "Ban The Bomb", "CIA Man", "Backward Yewish Soldiers", "Cave 64", "Einstein Never Wore Socks", "Summer of Love", "Woodstock Nation" und etliche mehr.

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- Bobby McGee -

Tip Your Waitress
Moment mal, den Namen kennen wir doch? Ja, "Bobby McGee" ist ein Song von Kris Kristofferson und Janis Joplin. Dort ging es im Original aber um eine Bobby McKee, Sekretärin des Songschreibers Boudleaux Bryant. In diesem Fall handelt es sich um eine Sängerin, die den Songtitel als Bühnennamen für ihre Auftritte übernommen hat. Wenig ist über sie überliefert worden. Smithsonian Folkways hat von ihr 1981 das Album "Bread and Raises" veröffentlicht. Im Begleittext wird aufgezählt, dass: "Bobby MCGee die Musik arbeitender Frauen und andere sozialkritische Songs bei Gewerkschaftstreffen und Versammlungen, in Hochschulen und Universitäten, Folk Clubs und Folk Festivals und bei Demonstrationen für die Frauenbewegung, Farmarbeiter und andere gute Zwecke vorgetragen hat."

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